Studium ohne Präsenzpflicht — für Berufstätige, Eltern und alle, die flexibel lernen wollen. Bachelor oder Master neben dem Job, in deinem eigenen Tempo.
Beim Fernstudium empfängst du Lernmaterial per Post oder digital — du lernst zuhause, im Büro oder unterwegs. Präsenz ist nur für Prüfungen oder freiwillige Präsenzseminare nötig. Die Prüfungen werden meist in regionalen Studienzentren abgelegt.
Die staatliche FernUniversität in Hagen ist Deutschlands einzige staatliche Fernuniversität — und mit über 76.000 Studierenden gleichzeitig die größte Hochschule des Landes. Das Studium ist ortsunabhängig und kostet nur den normalen Semesterbeitrag.
FernUni Hagen im Detail →Der größte Unterschied: die Kosten.
| Merkmal | FernUni Hagen (staatlich) | Private Fernhochschulen |
|---|---|---|
| Kosten | ~250 €/Semester | 200–600 €/Monat (10–25 k€ gesamt) |
| Anerkennung | Staatliche Universität | Staatlich anerkannt (akkreditiert) |
| Betreuung | Tutorielle Unterstützung | Intensiver: Studienbetreuer, Webinare |
| Tempo | Sehr flexibel, kein Zwang | Meist modularer Zeitplan |
| Fächer | Jura, Mathe, Informatik, Wirtschaft, Psychologie | Sehr breites Angebot (BWL, IT, Pflege, Pädagogik ...) |
| Für wen | Autodidakten, Selbstdisziplinierte | Wer mehr Struktur und Betreuung braucht |
| BAföG | Möglich (Einkommensgrenzen beachten) | Oft nicht BAföG-fähig (private Hochschulen) |
Von staatlich bis privat — bekannte Anbieter im Überblick.
Deutschlands einzige staatliche Fernuni. Universität mit Promotionsrecht. Weltweit ~ 76.000 Studierende.
Deutschlands größte private Hochschule mit breitem Fernstudienangebot und internationaler Ausrichtung.
Über 150 Jahre Fernlerngeschichte. Stark in Wirtschaft und Technik mit flexiblen Tutorien-Formaten.
Staatlich anerkannt, FIBAA-akkreditiert. Starker Fokus auf Gesundheit, Psychologie und Soziales.
Staatliche FH Wismar bietet auch berufsbegleitende Fernstudiengänge im Verbund Norddeutscher Hochschulen.
Praxisnah, staatlich anerkannt, mit Studienzentren in vielen Städten. Stark in Pflege und Soziale Arbeit.
Diese Fächer eignen sich besonders gut für das Fernstudium — viel Theorie, wenig Laborpflicht, klare Lernziele.
Nicht für jeden die beste Wahl — ehrliche Einschätzung.
Beantworte 7 Fragen ehrlich — du bekommst sofort eine Einschätzung.
Von der Entscheidung bis zur ersten Vorlesung — konkret und umsetzbar.
Was willst du studieren? BWL, Informatik, Jura oder Psychologie? Die FernUni Hagen ist für Mathe, Jura und Informatik die günstigste Wahl. IU oder SRH bieten mehr Betreuung für BWL und Soziales.
Fach wählen →FernUni Hagen: Abitur oder Fachhochschulreife. Für Berufstätige ohne Abitur: Berufsausbildung + 3 Jahre Berufserfahrung reichen oft für ein Fachhochschulstudium (§ 11 HZG). Private Fernhochschulen wie IU haben teilweise niedrigere Hürden.
NC-Guide lesen →FernUni Hagen: Online-Einschreibung unter fernuni-hagen.de, ganzjährig möglich (kein festes Semester). Unterlagen: Lichtbild, Zeugniskopie, ggf. Ausweiskopie. Einschreibegebühr + Semesterbeitrag ca. 250 €. Einschreibung zum nächsten Semester jederzeit möglich.
Hochschulen vergleichen →Plane realistische Wochenstunden: 15–20 h/Woche = 10–12 Semester, 25–30 h/Woche = 6–8 Semester. Lege feste Lernzeiten fest — Abendstunden oder Wochenende. Nutze die Studienzentren der FernUni für Präsenzprüfungen in deiner Nähe.
Alle Studienbereiche →FernUni Hagen: BAföG möglich (Einkommensgrenzen beachten). Private Fernhochschulen: oft nicht BAföG-fähig → Arbeitgeber-Unterstützung anfragen, Bildungskredit (BMBF, bis 7.200 €) oder Stipendien prüfen. Viele Arbeitgeber fördern berufsbegleitendes Studium aktiv.
Stipendien finden →Wie viele Stunden pro Woche sind realistisch? Praxisnaher Q&A aus dem echten Fernstudium-Alltag.
JustSayEleanor — IU Fernstudium Q&A
Alle Wege zum Studienabschluss auf StudierenGuru
Jana Marina · 16 Min
Jana Marina · 21 Min
Josephine Melina · 19 Min
Ein Fernstudium klingt auf den ersten Blick nach der idealen Lösung: kein Pendeln, kein fester Stundenplan, Lernen wann und wo man möchte. Doch wer sich ernsthaft damit beschäftigt, merkt schnell, dass hinter dieser Flexibilität eine Menge Eigenverantwortung steckt. Wer das Fernstudium unterschätzt, gerät ins Straucheln – nicht wegen mangelnder Intelligenz, sondern wegen fehlender Struktur. Dieser Artikel bündelt echte Erfahrungswerte, zeigt die Vor- und Nachteile ungeschönt und gibt dir praktische Orientierung für deinen Einstieg.
Das Fernstudium in Deutschland hat sich in den vergangenen Jahren stark entwickelt. Private Hochschulen wie die IU Internationale Hochschule und staatliche Einrichtungen wie die FernUniversität in Hagen bieten heute ein breites Spektrum an Studiengängen – von Psychologie über Wirtschaft bis hin zu Informatik. Die Zielgruppen sind dabei denkbar verschieden: Berufstätige, Eltern, Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen, aber auch klassische Studierende, die mehr Freiheit im Alltag suchen.
Der offensichtlichste Unterschied liegt in der Lernform: Beim Fernstudium entfällt die Präsenzpflicht weitgehend. Statt in Hörsälen zu sitzen, arbeitest du mit Studienskripten, Online-Vorlesungen, digitalen Lernplattformen und gelegentlichen Präsenz- oder Onlineprüfungen. Prüfungen finden je nach Hochschule entweder vor Ort, digital überwacht oder in Form von Einsendeaufgaben statt.
Was viele zunächst nicht einkalkulieren: Der Kontakt zu Kommilitonen entfällt fast vollständig, zumindest im Alltag. Es gibt keine zufälligen Begegnungen in der Mensa, keine Lerngruppen, die sich nach der Vorlesung spontan zusammenfinden. Wer soziale Lernstrukturen braucht, muss sie sich im Fernstudium aktiv aufbauen – über Foren, Discord-Server, Facebook-Gruppen oder organisierte Lernpartnerschaften. Das funktioniert, erfordert aber Initiative.
Ein weiterer struktureller Unterschied betrifft das Tempo. Im Präsenzstudium gibt der Semesterrhythmus eine natürliche Taktung vor. Im Fernstudium – besonders bei flexiblen Modellen – bist du selbst dafür verantwortlich, wann du welches Modul bearbeitest. Das ist eine Freiheit, die gleichzeitig zur Falle werden kann, wenn die Motivation nachlässt oder der Alltag andere Prioritäten setzt.
Der meistgenannte Vorteil ist die Flexibilität – und sie ist real. Du kannst dein Studium tatsächlich um Job, Familie und persönliche Verpflichtungen herum planen. Wer berufstätig ist und gleichzeitig studieren möchte, findet im Fernstudium eine Möglichkeit, die im Präsenzstudium schlicht nicht existiert. Dabei geht es nicht nur um den Wochentag, sondern auch um die Uhrzeit: Lernen um 22 Uhr ist genauso möglich wie am frühen Morgen.
Hinzu kommt die geografische Unabhängigkeit. Du bist nicht an einen Hochschulort gebunden, kannst theoretisch von überall studieren – auch aus dem Ausland. Wer etwa ein Auslandssemester plant oder vorübergehend im Ausland lebt, kann das Fernstudium in vielen Fällen nahtlos weiterführen.
Ein unterschätzter Vorteil ist zudem die Kostenseite. Private Fernhochschulen verlangen zwar Studiengebühren, doch die Lebenshaltungskosten sind oft deutlich geringer als in teuren Universitätsstädten. Kein teures WG-Zimmer in München oder Frankfurt, keine täglichen Fahrtkosten, kein aufwendiger Umzug. Für die Finanzierung stehen je nach Situation verschiedene Wege offen – von BAföG über Arbeitgeberzuschüsse bis hin zu weiteren Möglichkeiten der Studienfinanzierung.
Außerdem schult das Fernstudium Kompetenzen, die auf dem Arbeitsmarkt zunehmend gefragt sind: Selbstmanagement, Priorisierung, digitale Arbeitsfähigkeit und die Fähigkeit, eigenständig komplexe Inhalte zu erschließen. Wer ein Fernstudium erfolgreich abschließt, hat damit mehr bewiesen als nur Fachwissen.
So überzeugend die Vorteile klingen – die Nachteile sind real und sollten nicht kleingeredet werden. An erster Stelle steht die fehlende soziale Einbettung. Das Studium findet isoliert statt. Es fehlen die informellen Gespräche nach der Vorlesung, die spontane Diskussion über Lehrinhalte, das Gefühl, Teil einer Studierendengemeinschaft zu sein. Gerade in schwierigen Phasen – wenn ein Modul sich zieht oder die Motivation sinkt – fehlt der gegenseitige Antrieb.
Ein weiteres strukturelles Problem ist die Prokrastination. Wer keinen fixen Semesterplan hat und keine externen Verbindlichkeiten, schiebt das Lernen leicht auf. Die Flexibilität, die eigentlich ein Vorteil ist, wird dann zum Risikofaktor. Viele Fernstudierende berichten davon, dass sie nach anfänglichem Enthusiasmus in einen Rhythmus geraten, in dem immer weniger tatsächlich passiert – bis der nächste Prüfungstermin plötzlich nah ist.
Dazu kommt die Qualität der Lernmaterialien, die je nach Hochschule stark variiert. Während manche Anbieter gut aufbereitete Skripte und interaktive Inhalte liefern, sind andere Materialien trocken und wenig lernförderlich. Wer auf lebendige Vorlesungen oder direkte Dozentenkontakte angewiesen ist, wird im Fernstudium oft enttäuscht. Fragen lassen sich nicht mal eben im Anschluss an eine Vorlesung stellen – Antworten per E-Mail können Tage dauern.
F��r staatliche Abschlüsse gibt es zudem teils erhebliche Unterschiede in der Außenwahrnehmung. Während die FernUniversität in Hagen als staatliche Hochschule mit etabliertem Ruf gilt, stehen private Fernhochschulen bei Arbeitgebern manchmal unter Erklärungsdruck. Das ändert sich zwar zunehmend, ist aber je nach Branche und Region noch ein Faktor, den man kennen sollte.
Die zwei bekanntesten Adressen für ein Fernstudium in Deutschland sind die IU Internationale Hochschule und die FernUniversität in Hagen. Beide bieten ein breites Studienportfolio, unterscheiden sich aber in Struktur, Kosten und Zielgruppe deutlich.
| Kriterium | IU Internationale Hochschule | FernUniversität in Hagen |
|---|---|---|
| Trägerschaft | Privat | Staatlich (NRW) |
| Studiengebühren | Ca. 399–699 €/Monat (je Modell) | Ca. 85–400 €/Semester (je ECTS) |
| BAföG-Berechtigung | Ja (unter Voraussetzungen) | Ja |
| Studienbeginn | Monatlich möglich | Sommer- & Wintersemester |
| Numerus Clausus | Kein NC | Kein NC (auch Psychologie) |
| Lernmodus | Vollständig digital, App-basiert | Schriftliche Materialien + Online |
| Prüfungsformen | Online-Klausuren, Hausarbeiten | Präsenzklausuren, Einsendeaufgaben |
| Abschlussanerkennung | Staatlich anerkannt | Staatlich |
Besonders interessant für Menschen ohne klassische Hochschulzugangsberechtigung: Beide Hochschulen ermöglichen unter bestimmten Voraussetzungen ein Studium auch ohne Abitur. Die FernUniversität in Hagen bietet darüber hinaus den Studiengang Psychologie ohne NC an – ein Umstand, der für viele Studieninteressierte der entscheidende Grund ist, sich dort einzuschreiben.
Wer im Fernstudium erfolgreich sein will, muss Selbstorganisation nicht nur verstehen, sondern aktiv betreiben. Das klingt trivial, ist es aber nicht. Im Präsenzstudium gibt es zahlreiche externe Strukturgeber: Vorlesungszeiten, Tutorien, Mitstudierenden, die mahnen, Dozentinnen und Dozenten, die Deadlines setzen. All das entfällt im Fernstudium oder tritt stark in den Hintergrund.
Was stattdessen gebraucht wird: ein verlässliches persönliches System. Das bedeutet nicht zwingend ein aufwendiges Produktivitätssystem – aber es braucht Regelmäßigkeit. Wer sein Fernstudium als Hobby behandelt, das man macht, wenn gerade Zeit und Lust da sind, wird selten ans Ziel kommen. Wer dagegen feste Lernblöcke in seinen Wochenplan einträgt und diese wie Arbeitstermine behandelt, hat deutlich bessere Chancen.
Die Kostenfrage ist beim Fernstudium vielschichtiger als es zunächst scheint. Private Anbieter wie die IU verlangen monatliche Gebühren, die sich über ein gesamtes Bachelor-Studium auf mehrere Tausend Euro summieren können. Staatliche Einrichtungen wie die FernUniversität in Hagen sind deutlich günstiger, verlangen aber trotzdem Semesterbeiträge und – je nach Buchungsmodell – zusätzliche Modulgebühren.
Entscheidend ist: Viele Fernstudierende unterschätzen, dass sie trotz Studium weiterarbeiten und damit eigene Einkünfte haben. Das macht die Finanzierung in manchen Fällen einfacher als im klassischen Vollzeitstudium. Dennoch sollte man den finanziellen Gesamtrahmen sorgfältig planen. Wer die Voraussetzungen erfüllt, kann auch im Fernstudium BAföG beantragen – das wird von vielen übersehen.
Immatrikulierte Fernstudierende haben außerdem Zugang zu zahlreichen Studentenrabatten – von Software über Verkehrsmittel bis hin zu kulturellen Angeboten. Der Studentenausweis ist auch im Fernstudium ein vollwertiger Nachweis des Studierendenstatus und sollte aktiv genutzt werden. Wer sich unsicher ist, welche Finanzierungswege insgesamt zur Verfügung stehen, findet auf unserer Übersichtsseite zur Studienfinanzierung alle relevanten Optionen strukturiert aufbereitet.
Ein oft vergessener Kostenfaktor: Lernmaterialien. Während an vielen Fernhochschulen Skripte digital inklusive sind, kommen für ergänzende Fachliteratur, Software oder technische Ausstattung zusätzliche Ausgaben hinzu. Plane hierfür im Jahresbudget realistische Beträge ein.
Das Fernstudium ist kein Studium zweiter Klasse, aber es ist auch nicht für jeden die richtige Wahl. Die Frage ist weniger, ob jemand „klug genug" ist, sondern ob die persönliche Arbeitsweise mit dem Fernstudiumsformat kompatibel ist.
Gut geeignet ist das Fernstudium für Menschen, die bereits Berufserfahrung mitbringen und wissen, wie sie sich selbst organisieren. Eltern, die in Teilzeit studieren möchten, profitieren von der Flexibilität. Berufstätige, die sich weiterqualifizieren wollen, ohne ihren Job aufzugeben, finden hier ein passendes Modell. Auch Menschen, die keinen Ortswechsel vornehmen können oder möchten, sind im Fernstudium gut aufgehoben.
Weniger geeignet ist das Fernstudium für Menschen, die soziales Lernen brauchen, um motiviert zu bleiben. Wer seine Energie aus dem Miteinander in Seminarräumen zieht, wird das Fernstudium als anstrengend und isolierend erleben. Ebenso ist es keine gute Wahl für alle, die noch nie eigenständig gelernt haben und strukturell auf externe Führung angewiesen sind – das lässt sich trainieren, aber nicht von heute auf morgen.
Wer sich unsicher ist, ob das Fernstudium zu ihm oder ihr passt, sollte vor der Einschreibung konkret einen typischen Lernwochenplan durchspielen: Wann würde ich tatsächlich lernen? Wie viele Stunden pro Woche stehen realistisch zur Verfügung? Gibt es genügend ruhige Zeit und Rückzugsmöglichkeiten? Diese Fragen beantworten ehrlicher als jeder Hochschulprospekt, ob die Entscheidung tragfähig ist.