Wie viel Förderung gibt es für ein Erasmus+ Praktikum? ▼
Erasmus+ zahlt je nach Zielland 350–600 € pro Monat als Zuschuss. Gruppe 1 (UK, Skandinavien, Schweiz): ca. 600 €/Mo. Gruppe 2 (Westeuropa, USA, Kanada): ca. 500 €/Mo. Gruppe 3 (Osteuropa, Türkei, Nordafrika): ca. 350 €/Mo. Dazu kommen oft Reisekostenzuschüsse. Keine Rückzahlung erforderlich.
Bekomme ich während eines Auslandspraktikums BAföG? ▼
Ja — BAföG läuft während eines anerkannten Auslandspraktikums weiter und erhöht sich sogar: Es wird ein Auslandszuschlag von 564 € (außerhalb Europas) oder niedriger in EU-Ländern gewährt. Voraussetzung: Das Praktikum ist im Studienplan anerkannt oder das Auslandspraktikum wird als Pflichtpraktikum eingestuft. Das Praktikum muss mindestens 6 Monate dauern für die volle BAföG-Unterstützung.
Wie lange im Voraus muss ich mich bewerben? ▼
Erasmus+: 4–6 Monate vor Beginn (Bewerbung über Hochschule, internationale Fristen beachten). DAAD PROMOS: 3–5 Monate vorher, je nach Hochschule. Direkte Unternehmensbewerbung international: 3–6 Monate, je nach Konzern (Bosch, Siemens etc. haben eigene Programme mit festen Runden). Insgesamt empfiehlt sich: 6 Monate Vorlaufzeit als Minimum.
In welchen Ländern gibt es Erasmus+ Praktika? ▼
Erasmus+ Praktika sind in allen 27 EU-Mitgliedstaaten + Türkei, Nordmazedonien, Serbien, Island, Norwegen, Liechtenstein möglich. Außerdem gibt es mit individuellen Abkommen auch Programme in USA, Kanada, Australien, Japan und weiteren Ländern — diese laufen aber über andere Förderprogramme (DAAD, Fulbright).
Muss ein Auslandspraktikum in der Uni anerkannt werden? ▼
Für die Erasmus+-Förderung muss ein Learning Agreement (LA) vor Antritt abgeschlossen werden — zwischen dir, deiner Heimathochschule und dem Unternehmen. Das LA beschreibt, welche Kompetenzen erworben werden. Für BAföG-Anspruch im Ausland muss das Praktikum als Pflichtpraktikum oder studienrelevant anerkannt sein. Sprich frühzeitig mit dem Prüfungsamt.
Was ist der Unterschied zwischen Erasmus+ Praktikum und Auslandssemester? ▼
Beim Erasmus+-Auslandssemester studierst du an einer Partneruniversität und sammelst ECTS. Beim Erasmus+-Praktikum arbeitest du bei einem Unternehmen oder einer Organisation im Ausland. Beide werden über Erasmus+ gefördert, aber unterschiedlich — Praktika haben oft höhere Förderbeträge. Du kannst beide Förderungen in deiner Studienzeit nutzen (getrennte Budgets).
Wie finde ich ein Auslandspraktikum? ▼
1) Eigene Hochschule: Internationales Büro + Career Center fragen (haben oft Partnerunternehmen). 2) DAAD-Datenbank: daad.de/stipendien (gefiltert nach Auslandspraktikum). 3) Konzerndirekt: Bosch, Siemens, BMW, BASF, SAP haben eigene internationale Praktikumsprogramme. 4) AIESEC: Internationale Studentenorganisation mit Praktikumsvermittlung in 120 Ländern. 5) LinkedIn/Glassdoor: Direktbewerbung bei internationalen Unternehmen.
Wie hoch ist das Gehalt bei einem Auslandspraktikum? ▼
Das variiert stark: In den USA zahlen Konzernpraktika 2.500–5.000 $/Monat (Techkonzerne wie Google/Meta: noch mehr). In UK/Westeuropa: 1.000–2.500 €/Monat. In Südostasien und Osteuropa oft 300–800 €/Monat — aber Lebenshaltungskosten sind entsprechend niedriger. Erasmus+-Zuschuss kommt oben drauf (350–600 €/Mo., steuerfrei).
Brauche ich eine besondere Krankenversicherung für das Auslandspraktikum? ▼
Innerhalb der EU reicht die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC/KVKK) für Notfallbehandlungen — ist kostenlos bei deiner Krankenkasse erhältlich. Für Nicht-EU-Länder oder umfangreichere Versicherung empfiehlt sich eine Auslandskrankenversicherung (ca. 30–80 €/Monat). Viele Erasmus+-Programme machen diese zur Pflicht.